Konzept „Hundegestützte Pädagogik“ an der Grundschule Augsburg-Kriegshaber

SRin Heike Gutmann M.A.

An unserer Schule ist ab dem Schuljahr 2021/22 eine Schulhündin im Rahmen des oben genannten Konzepts „Hundegestützte Pädagogik“ im Einsatz. Es handelt sich um eine zwei Jahre alte Golden-Retriever-Hündin. Sie stammt von einer Züchterin, die selbst Therapiehunde ausbildet. Die Hündin ist sehr ruhig, freundlich und geduldig. Ich selbst bin Seminarrektorin für ein Ausbildungsseminar Lehramt Grundschule und die Grundschule Augsburg-Kriegshaber ist mein Seminarstandort.

 

Im August hat meine Hündin mit mir als Hundeführerin eine spezielle Ausbildung zum Schulhund, Klassenhund, Schulbegleithund und Kindergartenhund absolviert und kann nun mit abgeschlossener Prüfung und voll bestandenem Wesenstest zur pädagogischen Unterstützung im Unterricht eingesetzt zu werden.

 

 

 

Ein Hund in der Schule – Wozu?

 

Wissenschaftliche Studien und zahlreiche Erfahrungsberichte belegen die positiven Wirkungen eines Schulhundes.

 

 

 

Die Anwesenheit eines Hundes

 

-          steigert die Aufmerksamkeit

 

-          fördert die soziale Integration von Schülerinnen und Schüler

 

-          fördert einen freundlichen Umgang miteinander und mindert aggressives Verhalten

 

-          senkt den Geräuschpegel im Klassenzimmer

 

-          sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler mit mehr Freude in die Schule gehen

 

-          erweitert das Wissen im Umgang mit Hunden

 

 

 

Wie wird unser Schulhund eingesetzt?

 

-          als „Lesehund“ im Rahmen der Leseförderung

 

-          als „Zuhörhund“ zur Förderung der Sprechkompetenz

 

-          als „Therapiehund“ im Rahmen einer tiergestützten Intervention

 

-          im Rahmen des LehrplanPlus-Themas „Artgerechter, verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit Haustieren, auch zum eigenen Schutz“ (LPPlus, HSU, LB 3.1)

 

 

 

Wie läuft der Hundeeinsatz ab?

 

An einem Nachmittag der Woche wird die Hündin zunächst im Rahmen einer „Hundesprechstunde“ für die Kinder des Ganztags im Einsatz sein. Vor dem ersten Besuch werden mit den Kindern, die mit Begleitung des Schulhunds arbeiten, Regeln zum Umgang mit dem Hund vereinbart. Die Kinder und der Hund lernen sich kennen - natürlich nur mit dem Einverständnis der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Selbstverständlich werden alle Hygienevorschriften eingehalten wie Händewaschen, Desinfektion, regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen des Hundes. Alle Unterlagen zu unserem Schulhundekonzept sind zudem im Sekretariat zur Einsichtnahme hinterlegt.

 

 

 

Der Einsatz wird im Verlauf des Jahres je nach Bedarf und unter Beachtung des Tierwohls erweitert.

 

 

 

Damit alle Kinder unserer Schule immer „auf dem Laufenden“ sind, auch wenn sie zunächst noch nicht mit unserer Schulhündin in näherem Kontakt sein können, gibt es immer wieder Neuigkeiten im „Tagebuch von Frau Hund“!